Fachspezifisches Leistungsmessungskonzept für die Fächer Evangelische und Katholische Religionslehre

1              Rechtliche Grundlagen

Juristische Grundlagen zum schulischen Religionsunterricht (rechtliche Dimension)

Die rechtliche Grundlage des evangelischen und katholischen Religionsunterrichtes an der ARR basiert auf der rechtlichen Grundlagen des Grundgesetzes, Art. 7, Abs. 3 (GG, in Bezug auf: Art 149 der Weimarer Verf.).

Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechts wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.

Seine konfessionelle Ausrichtung wird durch die Religionszugehörigkeit der Lehrkräfte, ihre kirchliche Unterrichtserlaubnis und den Kernlehrplan (ev. und kath. Religionslehre) gewährleistet.

Ferner gelten folgende rechtlichen Grundlagen

2              Sonstige Mitarbeit / Sonstige Leistungen

2.1            Kriteriengestützte Bewertung (Qualität / Quantität)

In den Bereich „Sonstige Leistungen“ fallen Leistungen, die Schüler in den folgenden Teilbereichen erbringt

  • Qualität der Beiträge zum Unterricht (mündlich/schriftlich)
  • Kontinuität der Beiträge zum Unterricht (mündlich/schriftlich)
  • Lösung schriftlicher Aufgaben im Unterricht
  • Referate/Präsentationen
  • mindestens zwei Lernerfolgskontrollen
  • Heft- und Mappenführung

2.2            Mündliche Mitarbeit

Unter mündlichen Beiträgen werden Wortbeiträge eines Schülers verstanden, die er während einer Unterrichtsstunde erbringt und die das Unterrichtsgeschehen voranbringen.

Hierzu gehören sachbezogene Antworten auf von der Lehrkraft oder von Mitschülern gestellte Fragen, eigene sachbezogene Fragen, persönliche auf den Unterrichtsstoff bezogene Meinungen, Anregungen etc.

Ebenso werden die Zusammenarbeit mit anderen Schülern während kooperativer Lernphasen sowie deren Ergebnisqualität beurteilt.

2.3            Führen eines Religionsheftes

bzw. einer Fachmappe auf Grundlage der allgemeinen Kriterien der Adolf-Reichwein-Realschule (Bewertungsbogen Arbeitsmappe 1, Bewertungsbogen Arbeitsmappe 2 )

Lt. Fachkonferenzbeschluss vom 29.10.06 werden folgende Notenkriterien zugrunde gelegt.

  • „sehr gut“ für eine überdurchschnittliche Dokumentation, hier besonders hinsichtlich inhaltlicher wie formaler Aspekte unter Einbeziehung von zusätzlich beigebrachten Materialien
  • „gut“ für eine ordentlich geführte Mappe, die die Reihen vollständig dokumentiert
  • „befriedigend“ für Mappen, die hinsichtlich Gründlichkeit und Ausführlichkeit mit Einschränkungen realisiert sind
  • „ausreichend“ für Mappen, die zwar noch den behandelten Stoff wiedergeben, dies aber nur sehr knapp und mit Auslassungen
  • „mangelhaft“ für Mappen, die deutliche Lücken und formale Mängel aufweisen
  • „ungenügend“ für Mappen, die absolut unzureichend sind oder überhaupt nicht vorgelegt werden

2.4            Gewichtung

Mündliche Mitarbeit

Die mündliche Mitarbeit wird mit mindestens 50% der Note gewichtet. Hierzu zählen individuelle Leistungen in Form von Unterrichtsbeiträgen, Einzelvorträgen, Referaten und Hausaufgaben.

Darüber hinaus werden gemeinschaftlich erbrachte Leistungen in Form von Gruppenarbeiten, gemeinsam erarbeiteten Referaten usw. berücksichtigt.

Schriftliche Mitarbeit

Die schriftliche Mitarbeit umfasst Lernerfolgskontrollen – mindestens zwei pro Halbjahr -, die Fachmappe sowie schriftlich erbrachte Zusatzleistungen und wird mit bis zu 50% gewichtet.

2.5            Transparenz

Zu Beginn des Schuljahres wird der Kriterienkatalog, der zur Leistungsbeurteilung herangezogen wird, den Schülern präsentiert und schriftlich fixiert. Dieser Kriterienkatalog soll Teil der Mappe sein und ist somit jederzeit den Eltern zugänglich.